Die Geschichte von Reiki © 2009 & 2013

                                    

Das, was wir heute einfach „Reiki“ nennen, stammt aus Japan und heisst dort „Usui Reiki Ryoho“.

                                

Eine „Ryoho“ ist eine natürliche Heilmethode. „Usui“ ist der Nachname des Begründers der Methode Mikao Usui, und „Reiki“ heißt auf Deutsch „spirituelle Lebensenergie“ oder auch „spirituelle Kraft“.


Reiki ist also eine natürliche Heilmethode durch Anwendung einer spirituellen Kraft nach dem Begründer Mikao Usui.


Was wir heute über die Entstehung von Reiki wissen, stammt im Wesentlichen, wie oben schon gesagt, aus 4 Quellen. Laut diesen Quellen wurde Mikao Usui 1865 geboren und starb 1926. Er stammte aus einem alten Samuraigeschlecht und wurde dementsprechend in einer buddhistischen Klosterschule unterrichtet, wodurch ein standesgemäßes Bildungsniveau gewährleistet war. Er meisterte schon früh diverse Kampfkünste, von denen eine heute als Aikido bekannt ist, und hatte von seinen 20ern an eigene Kampfkunstschüler. In den japanischen Kampfkünsten lernt man zum Einen, wie man jemanden im Notfall verletzen kann und zum Anderen, wie man ihn wieder heilt. Zum Verletzen und Heilen ist es in diesen Traditionen wichtig, über das Energiesystem eines Menschen Bescheid zu wissen, denn Krankheit und Gesundheit hängen von diesem ab. Mikao Usui kannte sich in diesen Dingen sehr gut aus und wurde schon früh in seinem Leben von seinen Schülern „Sensei“ genannt, was soviel wie „meisterlicher Lehrer“ meint.


Um seine Familie zu ernähren, hatte er aber auch weltliche Berufe, unter anderem einen als Sekretär eines japanischen Staatsministers, was ihm ermöglichte, auf diversen Reisen die Welt kennenzulernen. Japan befand sich seit der gewaltsamen Öffnung des Hafens von Tokio durch amerikanisches Kanonenfeuer und die Abschaffung des Shogunats in den 1850ern in einem politischen Umbruch. Das Land war über 200 Jahre abgeschottet und saugte gegen Ende des 19. Jhdts. alles an Informationen auf, was der Westen zu bieten hatte. Mikao Usui war ein interessierter Mensch und lernte viele Aspekte des Westens kennen: westliche Politik, westliche Medizin, westlichen Okkultismus, westliche Religionen.


„Privat“ wandte er sich wieder seinen Wurzeln und den japanischen Traditionen zu, er vertiefte sich in die japanische Naturreligion, den „Shinto“, studierte die japanische Magie „Shugendo“, die taoistische Magie, den chinesischen Wu-Schmanismus und wurde Mönch der tantrisch-buddhistischen Tendai Schule. In alten tantrischen Schriften fand er Hinweise auf eine uralte Methode, sich die spirituelle-Urkraft des Universums „Reiki“ zu nutzen zu machen, um damit besondere Fähigkeiten zu entwickeln, wie z.B. die, andere und sich selbst mit den Händen heilen zu können, ohne dabei selbst zu erschöpfen. Dazu bedurfte es aber eines besonderen Erleuchtungserlebnisses, welches nur durch intensive disziplinierte Vorbereitung zu erreichen ist. Bekannt ist, dass Mikao Usui nach einer 21-tägigen Meditationspraxis auf dem Kuramaberg bei Kyoto das angestrebte Erleuchtungserlebnis im März 1922 erreichte, weniger bekannt ist, dass ein Mensch diese Praxis nur Überleben kann, wenn er sich durch andere Praktiken darauf vorbereitet hat. Wahrscheinlich ist, dass er sowohl 1000 Tage lang jeden Tag eine große Strecke inklusive entsprechender Rituale um das Tendai-Kloster auf dem Hiei-Berg bei Kyoto zurückgelegt hat, sowie 90 Tage in der Wildnis meditiert haben muss, weil diese und andere Übungen eben die Vorbereitung für die 21 Tage sind.


Nachdem er Erleuchtung erlangte, begann er neben seinen alten buddhistischen Schülern auch „Laien“ in Reiki zu unterrichten. In den Jahren von 1922 bis 1926 gab er 2000 Menschen Einweihung in „Reiki“ und bildete 22 Lehrer aus, die seine Methode verbreiten sollten. Er starb im März 1926 bei einem seiner Reiki-Seminare.


Im Westen wurde Reiki über die USA in den 1970ern / 1980ern durch die Halbjapanerein Hawaiio Takata verbreitet. Sie lernte es in Japan von Chujiro Hayashi einem Schüler Usuis. In Deutschland gab es in den späten 1980ern und frühen 1990ern einen inflationären Reikiboom in der Heiler- und Esoterikszene, der die Methode dadurch verwässerte dass man die alten Traditionen erst gar nicht nicht kannte oder für überflüssig hielt. Dadurch ist die wahre Kraft und Tiefe von Reiki in vielen „Reikistilen“ nur noch rudimentär vorhanden. Es gibt sogar „Reikistile“  in denen mit sogenannten Heiltechniken aus Atlantis oder Lemuria gearbeitet wird. Das ist dann zum Teil schon arg „spinnert“ und hat mit „japanischer Heilkunst“, eigentlich nichts mehr zu tun. Solange man die Lehre von Usui als Basis hat, darf man Reiki aber den kulturellen Gegebenheiten anpassen und neuem Wissen gegenüber offen sein. Schon Frau Takata passte das, was sie in Japan gelernt hatte, dem „amerikanischen Geist“ an und machte Reiki so „mundgerecht“ für den Westen, der zur asiatischen Energielehre, buddhistischer Magie und Geistheilung keinen Bezug hatte.


Neben der Verbindung zu Mikao Usui über Frau Takata gibt es noch andere Reiki-Linien, die direkt aus Japan stammen. Ich selbst bin neben der Takata-Linie noch in 2 dieser japanischen Linien ausgebildet, von denen eine über den Japaner Hiroshi Doi die Verbindung zu Mikao Usui hat.



Die Geschichte von Reiki geht weiter. Mit jedem neuen Reikimeister, der ernsthaft praktiziert und unterrichtet, bleibt das Usui Reiki Ryoho lebendig und wird bereichert. In Deutschland haben wir inzwischen den Berufsverband „Pro Reiki“ gegründet, mit welchem wir uns bemühen, dass Reikilehrer und Reikipraktiker anerkannte Berufe in Deutschland werden und das auch die Krankenkassen die Kosten für Reikianwendungen übernehmen.

Artikel von 2013 Artikel von 2009


Mikao Usui, der Gründer der „Usui Methode spiritueller Heilung“, heute kurz „Reiki“ genannt, wurde am 15.08.1865 in dem Dorf Taniai geboren, wuchs als Spross eienr alten Samurai-Familie in einem spirituellen Umfeld mit Meditation, Verteidigungstechniken und Kiku, einer japanischen Qi-Gong Variante, auf, wie unsere Kinder mit Fußball oder Skateboardfahren. Die höher gestellten Kinder der Gegend besuchten die Tempelschule, da diese die einzige Möglichkeit bot, ein für den Adel notwendiges Bildungsniveau zu erreichen. Der Tempel war dem Buddhismus des Reinen Landes (Jodu Shu) und damit dem Amida Buddha zuzuordnen. Samurai bekamen auch nach Beginn der Industrialisierung eine klassische Erziehung und Bildung, was bedeutet, dass sie z.B. die chinesischen Philosphen im Original in altchinesischen Schriftzeichen lesen mussten. Usui Sensei soll von Kindesbeinen an ein natürliches von innen kommendes Interesse an den Inhalten der verschiedenen spirituellen Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten seines Standes gezeigt haben. Über seine Jugend weiß man bislang kaum etwas, nur dass er säter noch einen höheren Schulabschluss machte und schon mit ca. 24 Jahren Meister und Lehrer in 2 japanischen Kampfstilen war. Die Kunst der japanischen Kampfstile beinhaltet immer zwei wesentliche Aspekte: einmal, um sich im Notfall bis aufs Äusserste verteidigen zu können, den des „Leben-Nehmens“ und, um sich selbst und anderen bei Verletzungen helfen zu können, auch den des „Leben-Gebens“. Er war also von Jugend an mit physiologischer und energetischer Heilung vertraut und unterrichtete diese Techniken schon in seinen 20ern.  


„Trotz“ seines Talents und seiner Neigung sich dem spirituellen Weg zu widmen, hatte er auch ein weltliches Leben. Er war Journalist, Sozialarbeiter, Missionar einer Shinto-Sekte, Laien Mönch, Privatsekretär eines Politikers und sogar Gefängnisseelsorger. Er gründete eine Familie und hatte zwei Kinder. Zwar soll sein Sohn später in seine Fußstapfen getreten sein, aber seine Familie kann mit dem Vater Mikao Usui nicht sehr glücklich gewesen sein. Seine Leidenschaft gehörte dem Lesen, dem Studieren spiritueller Methoden und Philosphien wie dem esoterischen Buddhismus, der Meditation und der Erforschung von „geheimen“ Praktiken verschiedener Shinto-Sekten und der taoistischen Magie. Usui wurde sogar Shinto-Priester und später Laienmönch des Tendai-Buddhismus, einer Form des tantrisch-esoterischen Buddhismus, die wesentlich vom Shingon Buddhismus beeinflusst wurde. Im Rahmen seiner Studien, entdeckte er eines Tages, er muss da schon in seinen 50ern gewesen sein, alte Texte des esoterischen Buddhismus, die von einer Heilmethode für Körper, Seele und Geist durch die Übertragung einer besonderen spirituellen Lebensenergie berichteten. All sein Streben war von da an auf „Erleuchtung“ und Erlangung dieser Fertigkeiten gerichtet. Er wusste auch, dass zu Einweihungszwecken und im Rahmen von Behandlungen bestimmte Symbole und Mantras benutzt wurden, welche er aber ohne entsprechende Weihen nicht verwenden konnte. Aus Klöstern drang nichts nach außen. „Normalen“ Menschen sollten diese Dinge nicht zugänglich sein. Grundgedanke war, dass ein Mensch erst nach entsprechender Persönlichkeitsentwicklung, sprich „Klosterkarriere“, die nötige Reife für diese spirituellen Energien haben könne. Es waren eben esoterische Riten, Techniken und Fähigkeiten, die nur innerhalb eines kleinen Kreises lebendig waren.

In diesem Unverständnis wurzelt seine spätere offene Haltung zur Verbreitung von Reiki, er wollte nicht, daß Reiki einer einzelnen Gruppe gehört und von dieser kontrolliert wird, er wünschte sich von seinen Nachfolgern ausdrücklich die Verbreitung von Reiki in der ganzen Welt. Durch seine Anstellung in politischen Kreisen und einigen Fernreisen u.a. nach Europa lernte er viel von dieser Welt kennen. Gegen Ende des 19. Jhdts. war der „Okkultismus“ in gebildeten Kreisen durchaus „in“ (siehe z.B. C.G.Jung), ob in Asien oder Europa. Die Kirchen verloren an Macht und die wissenschaftlichen Forschungen z.B. im Bereich des Elektromagnetismus (siehe z.B. Nicola Tesla) machten neugierig, ob die alte „Magie“ sich dadurch vielleicht wissenschaftlich erklären ließe. Usui lernte wahrscheinlich auch in Europa einige Menschen kennen, die sich mit spiritueller Entwicklung und magischen Praktiken beschäftigten. Zwischen Ost und West herrschte damals ein reger Austausch, denn im Westen war im Laufe von mehr als 1000 Jahren Christentum viel vom alten Wissen verloren gegangen, zu dem die Menschen in Asien noch Kontakt hatten.

 

Als er nach jahrelangem hartem Training in Meditation und Fastenkuren in Form diverser tantrisch-buddhistischer Rituale (z.B. 90 Tage Meditation in der Wildnis) die sehr schwierige 21-Tage-Praxis zur Erlangung der Erleuchtung absolvieren wollte, fragte er seinen Abt um Rat. Sein Lehrer sagte ihm, er könne sich in dem Moment selbst finden, wenn sich die ätherischen Körper vom  physischen Körper lösen. Auch Buddha selbst setzte sich nach jahrelanger Askese unter den Bodhi-Baum und sagte, er stehe nicht eher wieder auf, als bis er die Erleuchtung erlangt habe. So begab er sich im März 1922 auf den im Norden Kyotos gelegenen Berg Kurama, dessen mehrfach zerstörter und wieder aufgebauter Tempel eine tausendjährige Tradition im tantrisch-esoterischen Buddhismus hat. Er begab sich dorthin zu einer für ihn bzgl. eines spirituellen Erleuchtungserlebnisses astrologisch günstigen Zeit, die er sich aufgrund seiner astrologischen Kenntnisse selbst berechnete, und praktizierte seine Meditation abseits gelegen in der Nähe eines kleinen Wasserfalls. Sehr wahrscheinlich praktizierte er auch Gumonji Ho, die „Morgensternmeditation“, mittels der man hochentwickelte spirituelle Fähigkeiten und die Erleuchtung erlangen kann. Auch diese Übung wählte er mit Bedacht aus. Diese Meditation des Shingon - Buddhismus richtet sich durch zig-tausendfaches Rezitieren des entsprechenden Mantras auf eine Verschmelzung mit dem Bodhisattva Kokuzo aus, über welchen dann ein direkter Kontakt zum Sonnenbuddha Dainichi Nyorei möglich ist, welcher u.a. als Quelle der „spirituellen Lebensenergie“ (Reiki) gilt.


Durch diese 21-tägige Praxis, für die es jahrelanger Vorbereitung bedarf, weil man sie sonst nicht überlebt, erlangte Mikao Usui Sensei seine Erleuchtung, und, weil es Ziel seiner Praxis war, auch einen bleibenden Kontakt zu der Energie, die in Japan Reiki genannt wird und deren Name heute als Synonym für eine weltweit verbreitete spirituelle Heilmethode ist. Als er später zum Abt des Klosters zurückkehrte und von seinem Erlebnis berichtete, bestätigte dieser das Erleuchtungserlebnis und riet ihm, die als „Nebenprodukt“ der Erleuchtung erhaltenen Heilkräfte sinnvoll und mitfühlend einzusetzen und seine Erfahrungen zu unterrichten. Mikao Usui wurde also direkt von der Quelle des „Reiki“ eingeweiht und hat die Fähigkeit erhalten, heilende Energien zu übertragen und selbst andere Menschen mit Hilfe der Verbindung zur Quelle, und mittels der von ihm ins Reikisystem integrierten magischen Symbole, andere in diese Fähigkeiten einzuweihen, sie also ebenfalls mit der Quelle zu verbinden. Für Usui Sensei war seine Methode, die er selbst niemals „Reiki“ nannte, sondern „Usui Reiki Ryoho“, in erster Linie eine Heilmethode für den Geist, um in kurzer Zeit Erleuchtung erlangen zu können. Das Handauflegen, das bislang DER große Apsekt der Reiki-Methode im Westen zu sein scheint, spielte damals nicht die Hauptrolle,auch wenn Usui viel in Sachen Heilung unterwegs war. Usui-Sensei gründete die Usui Reiki Ryoho Gakkai eine Organisation seiner besten Schüler, die noch heute existiert, baute 2 Kliniken auf, arbeitete konsequent, wo er gebraucht wurde und blieb trotz all des plötzlichen Ruhmes, vor allem durch seine Heilarbeit nach dem großen Erdbeben von Tokyo im Jahre 1923 und der darauf folgenden kaiserlichen Anerkennung, ein bescheidener Mensch.


Er hat in 4 Jahren über 2000 Schüler eingeweiht und wohl 21 Meister ausgebildet! Er hatte sich in diesen 4 Jahren total verausgabt, konnte sich selbst von den Folgen zweier Schlaganfälle heilen, starb aber schließlich am 09.03.1926 während eines Einweihungsseminars. Er liegt zusammen mit seiner Familie auf einem Jodo-Shu-Tempel auf dem Saihoji-Friedhof in Tokio begraben. Damit dürfte die viel diskutierte Religionszugehörigkeit von Mikao Usui geklärt sein. Auf seinem Gedenkstein wird er  einer der „großen Meister“ genannt. Eine aktuelle Übersetzung des Textes auf dem Grabstein (von Mark Hosak) wird seit 2013 im Reiki-Magazin veröffentlicht.


Einer der von Usui ausgebildeten Meister war Chujiro Hayashi. Hayashi (geb. 1879) war Doktor der westlichen Medizin und trennte sich mit Usuis Segen kurz nach seiner Meisterweihe von der von Usui gegründeten Organisation. Er gründete eine Klinik, in der er bis zu seinem Tod erfolgreich Reiki praktizierte und vor allem auch lehrte. Er entwickelte Usuis System weiter und scheint auch derjenige zu sein, der letztlich die heute im Westen praktizierte Form der Einweihung abrundete. Er notierte seine Erfahrungen und entwickelte effiziente Abfolgen von Handpositionen bzgl. der verschiedensten Symptome und Krankheiten. Er gab systematisch aufgebaute Seminare und bildete ebenfalls ca. 20 Meister aus.


Hayashi Sensei wählte im März 1940 im Kreise seiner Familie den für Japaner ehrenhaften Freitod, weil er wegen seines spirituellen Lebenswandels nicht Töten wollte. Als Samurai und Marineoffizier wäre er dazu im 2. Weltkrieg gezwungen gewesen.


Eine von Hayashis Meister-Schülerinnen war die Halbjapanerin Hawaiio Takata, die er 1938 auf Hawaii in die geheime Lehre des 3. Grades (Shinpiden) einweihte!


Frau Takata war 1935 mit ihren Eltern nach Japan gekommen. Sie hatte verschiedene gesundheitliche Probleme und nach langem Suchen und einigen negativen Diagnosen kam sie über eine befreundete Krankenschwester in Hayashis Klinik. Dort fand sie Heilung und war natürlich mehr als fasziniert von der Reiki-Methode. Sie ließ sich bis zur Assistenz-Meisterin (Shihan-Kaku) ausbilden und kehrte 1936 nach Hawaii zurück, wo sie eine eigene Klinik gründete. 1938 bekam sie dort von Hayashi ihre Meistereinweihung. Frau Takata ist die „Mutter“ des westlichen Reiki. Ihr kommt das große Verdienst zu, Reiki durch all die unruhigen Zeiten gebracht und bewahrt zu haben. Sie „vereinfachte“ es und formulierte manches neu, einerseits um in den USA des 2. Weltkrieges politisch nicht anzuecken, andererseits um die Inhalte dem christlich-westlichen Verstand zugänglicher zu machen. Diesbezüglich ist ihr Verhalten, auch wenn es zu einer Entfremdung vom japanischen Original führte, nur allzu verständlich. Zu kritisieren ist aber, dass sie wohl keine schriftlichen Unterlagen in ihren Seminaren zur Verfügung stellte, wodurch es in der Folge zu Missverständnissen in der Lehre an sich und z.B. zu unkorrekten Schreibweisen der Symbole kam. Es wurde vieles wieder „geheim“, was eigentlich nicht geheim zu sein braucht. (Wir alle kennen ja das Spiel „stille Post“ und wissen, was am Ende dabei herauskommt.) Sie weihte bis zu ihrem Tod (1980) 22 Reikimeister ein. Inzwischen gibt es weltweit hunderttausende Menschen, die Reiki praktizieren. Die von Mikao Usui gegründete Organisation (Usui Reiki Ryoho Gakkai) existiert immer noch, ist aber nach wie vor nur für Japaner und nur auf persönliche Fürsprache zugänglich und an Kontakten zu „Westlern“ bislang nicht interessiert.